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Ballonfahrt über Douz Seite 2 |
»Wenn Euch der Wind zu weit in die Wüste rausträgt, dann müsst Ihr sofort landen!« Auch diese Lektion haben wir bereits gelernt und gehen erst gar nicht über die dreifache Palmenhöhe hinaus. Den Blick auf die Dünen aus großer Höhe können wir uns abschminken. Vielleicht ein andermal ... Wir treiben schnell nördlich, über riesige Anpflanzungen von Dattelpalmen und niedrige Häuser hinweg, tangieren dabei den östlichen Ortsrand von Douz. Hat der Brenner einmal Pause, dann ist jeder Laut, der von unten kommt, deutlich zu hören. Diese Ballonfahrt wird nicht lang. Die letzte gute Landemöglichkeit vor dem großen Sand gibt es am nördlichen Ortsausgang. »Schaut Ihr noch nach Leitungen?« Außer Masten ist nichts zu sehen! Inzwischen sind wir aber geschult, derartige Hindernisse zu erahnen. Doch die Leitung ist da – an fast jeder Straße führt eine entlang. Da müssen wir noch drüber, bevor die flotteste Schleiflandung unserer kurzen Ballonfahrerkarriere folgen kann. Nach mehrmaligem »touch and go« kommt der Korb zum Stillstand – die Bremsspur ist gut fünfundzwanzig Meter lang. Und jetzt kommen lautstark die Kinder angerannt. Stefan ist umzingelt, kann sich aber freikaufen: mit vielen Postkarten vom Ballon. |

