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Ballonfahrt über Douirat |
Das Hotel Sangho erwartet die Ballonfahrer mit einem großen Buffet. Der tunesische Rotwein schmeckt nicht übel, und die Stimmung ist nach der Ballonfahrt ausgezeichnet... Doch morgen früh um fünf allgemeiner Weckruf, Frühstück um halb sechs. Für die meisten von uns eine ziemlich unchristliche Zeit zum Aufstehen. Um sechs dann Aufbruch im Konvoi zur Ballonfahrt nach Douirat. Die Sonne ist noch hinter dem Horizont, aber es dämmert schon. Blinklicht und Sirene! Aha! »Briefing, Briefing!« Versammlung im Halbkreis um den Task Setter. Die Begleitoffiziere sind auch wieder dabei. Also, wir sollen uns beeilen. »Wenn sich die Sonne über dem Horizont zeigt, dann kommt Wind auf.« Der Start zur Ballonfahrt auf der schrägen, freien Fläche zwischen den vielen Steinbrocken könnte schwierig werden. Wir könnten auf ein Hindernis oder einen anderen Ballon Korb zutreiben, wenn der Wind laufend die Richtung ändert. Stefan ziemlich cool: »Roger, schieb den Korb weg, bevor er das Auto rammt! « Er rammt es nicht. »Los einsteigen.« Es muss zügig gehen. »Keine Zeit für Fotos. Nicht jetzt«. Beide Brenner heizen kräftig ein. Ich klettere als letzter in den Ballon Korb und mache die Topleine fest. Dann ist der Wind da. Wir steigen schnell, mit etwa drei Metern pro Sekunde und mit gebührendem Abstand über die Telefonleitung hinweg, die an der Straße entlangführt. Zügig geht es nach oben. Auch hundert Meter über Grund hat sich die Windströmung noch auf keine einheitliche Richtung festgelegt. Die bunten Farbtupfer über den tiefblauen Schatten der Tafelberge ändern ständig ihre Position. Ballone, die sich eben fast berührten, haben sich weit verstreut in dieser Arena zwischen Himmel und Felsen. Eine Viertelstunde lang treiben wir langsam und ziellos umher. Am weitesten entfernt ist Charles mit seinem gelben Ballon, und er ist auch der erste, der es wagt, über die Grathöhe der Tafelberge zu steigen, um eine Strömung aufzuspüren, die wegführt von den Bergen, hinaus ins flache, freie Gelände. Wir schweben noch über den ebenen sonnigen Hochflächen, die abrupt in tiefe, schattige Canyons abfallen. »Stellt Euch vor, wir müssten hier runter! Das würde den Zeitplan ganz schön durcheinander bringen.« Ich denke nicht nur an den Zeitplan und den Verfolger...! Diesmal sind die Fotografen »außer Dienst« mit im Korb. Und angesichts der grandiosen Szene, die uns diese Ballonfahrt bietet, wird in die Contax schon mal der zweite Film eingelegt. Hätte mich auch sehr gewundert, wenn nicht. »Ich gehe höher, mal sehen was wir weiter oben erwischen.« Aha, Stefan ist auch noch da. jetzt fällt mir auch wieder das Fauchen des Brenners auf, das ich irgendwie schon verdrängt hatte. »Könnt ihr mal zur Seite gehen – ich muss auf die andere Gasflasche umstecken, die hier ist nur mehr viertelvoll.« Kurzes, metallisches Klicken. »Okay, erledigt! « Das GPS zeigt Erfreuliches an: Mit drei Knoten pro Stunde bewegen wir uns Richtung Osten. Eine Geschwindigkeit, die im Korb selbst nicht wahrzunehmen ist. »Dem Ding kannst du schon glauben. Wird eh langsam Zeit, dass wir hier wegkommen«, erklärt Stefan. »Wieso, ist doch toll hier oben, und außerdem haben wir ja noch fast drei volle Flaschen.« »Es geht mir nicht ums Gas, es geht um die Thermik! Es ist bereits nach acht, und es wird wärmer. Thermik ist für die Ballonfahrt Landung nicht so gut. |

